Freie Radikale (4)

Die Sache mit dem Elektronenwasser bringt der japanische Wasserwissenschaftler Hidemitsu Hayashi
knackig auf den Punkt. „Wir unterscheiden heute zwei Sorten
Wasser, solche, die reich an Wasserstoff sind und solche, die
es eben nicht sind. Gut, wer wasserstoffreiches Wasser zum
Trinken nutzt.“
Wasserstoffreiches Wasser
Wieso wasserstoffreiches Wasser? In Wasser – H2O –
steckt ja ohnehin außer Sauerstoff (O) jede Menge Wasserstoff
(H). Stimmt. Aber den meint unser Japaner nicht. Er hat
etwas anderes im Blick – Wasserstoff, der munter als gelöstes
Gas im Wasser umher flitzt. Um was geht es dabei genau?
Er hat untersucht, gemessen
und analysiert und fand dabei die freien Wasserstoffteilchen.
Als Naturwissenschaftler war ihm sofort klar, welch ungeheure
Bedeutung dem Wasserstoff im Stoffwechsel zukommt. Neben
Elektronen, den kleinsten bekannten, elektrisch geladenen
Teilchen in unserem Universum, ist Wasserstoff der alles entscheidende
Grundstoff aller Lebensprozesse. Wird man von Wasserstoff gesund? Die Medizin würde
aufatmen und die Pharmaindustrie bekäme einen mächtigen
Schreck. So einfach scheint es also nicht zu sein. Hayashi
erklärt: „Stellen wir uns eine Zelle vor, eine Cell-Unit, kurz Cu.
Das ist auch das chemische Zeichen von Kupfer. Jetzt kommt
Sauerstoff ins Spiel. Was passiert?
Cu + O = CuO
Der Sauerstoff tut, was ihm besonders liegt: er oxidiert
das Kupfer. Macht es zu unbrauchbarem Kupferoxid.
Das passiert auch – vereinfacht gesagt – mit unseren
Körperzellen, wenn Freie Radikale ihr Unwesen treiben. Freie
Radikale sind nämlich nichts anderes als enge Verwandte des
Sauerstoffs. Ihre Heimtücke besteht darin, dass sie, was ihnen
in die Quere kommt, außerordentlich schnell und äußerst aggressiv
oxidieren. Und nun?
Jetzt kommt unser Freund, der Wasserstoff, zu Hilfe. Also,
wieder auf zur Chemie:
CuO + 2H = Cu + 2H2O
Das Cu oder unsere Zelle ist wieder in Ordnung und der
Sauerstoff ist zu harmlosem, ja sogar nützlichem Wasser geworden.
Wasserstoff hat das CuO reduziert, vom Sauerstoff
befreit. Ja, Sie haben recht: Die Darstellung ist stark vereinfacht.
In Wirklichkeit ist es viel komplizierter und ohne freie negativ
geladene Teilchen, den Elektronen, würde das Reduzieren gar
nicht funktionieren. Sie wollen es ganz genau wissen? Dann
lesen Sie einfach nach. Wertvolle Literaturhinweise u.a. zu
diesem Thema habe ich für Sie am Ende des Textes zusammengestellt.

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