Dein Körper – das unbekannte Wesen

Gelenke

Gesunde Gelenke sind für ein gutes Leben wichtig, doch all zu oft stören irgendwann Rheuma und Arthrose.
Versuchen Sie sich einmal vorzustellen, wie Ihr Tag aussähe, wenn Sie Ihre Finger nicht bewegen könnten. Wie würden Sie dann die Kaffeetasse halten, am Computer arbeiten oder das Hemd zuknöpfen? Es vergeht kaum eine Minute, in der wir unsere Gelenke nicht benutzen. Diese flexiblen Verbindungen zwischen unseren Knochen sorgen dafür, dass wir uns drehen und bücken können, dass wir zugreifen und uns strecken können. Allein in der Hand arbeiten um die 40 Gelenke, im gesamten Körper sind es über hundert. Doch auch die beste Technik kann schwächeln. Zwei Krankheiten sind es, die den Scharnieren zu schaffen machen: die Arthrose, ein Gelenkverschleiß, an dem rund fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden; und die rheumatische Arthritis mit laut Deutscher Rheuma-Liga rund 800.000 Erkrankten.
Menschen mit diesem Gelenkrheumatismus macht ihr Immunsystem zu schaffen. Es greift nicht nur Krankheitserreger oder andere Eindringlinge an, sondern richtet sich auch gegen den eigenen Körper, genauer gesagt gegen die Innenhäute der Gelenke. Diese zarte Haut beginnt daraufhin zu wuchern und greift Knochen und Knorpel an – bis sich regelrechte Löcher im Knochen bilden. Zudem gibt die wuchernde Masse Flüssigkeit ab, die sich im Gelenk ansammelt und es dick macht. Durch die Schwellung wird das Gelenk schwer beweglich, und weil eine Entzündung im Inneren schwelt, schmerzt das Gelenk nicht nur, es fühlt sich auch heiß an. Zwar ist die genaue Ursache für die rheumatoide Arthritis bislang unbekannt, sicher ist aber, dass verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle spielen: die Veranlagung, also die Gene, sowie Umweltfaktoren und die Tatsache, dass Raucher deutlich anfälliger für die Erkrankung sind. Hinzu kommen die Hormone, anders wäre es nicht zu erklären, dass vor allem Frauen an der entzündlichen Gelenkerkrankung leiden. Da Schäden nicht rückgängig gemacht werden können, sollte man schon bei den ersten Anzeichen einen Arzt aufsuchen, um sofort mit einer Behandlung zu starten. Leider wird auch hier alles medikamentös gelöst anstatt das ganzheitliche zu betrachten.

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