3. Der Wasserkreislauf (II)

Niederschlag

Wolken sind in der Luft oder an Bergspitzen schwebende, auf der Erdoberfläche Nebel genannte Massen feiner Wassertröpfchen, erzeugt durch den Niederschlag aufgelösten Wasserdampfes bei der Mischung wasserdampfreicher warmer mit kalten Luftschichten. Die höchsten Wolken befinden sich in durchschnittlich etwa 9.000 m Höhe.

Regen
Die aus Nebeltröpfchen in der Luft durch wachsen und verschmelzen sich bildende größeren Wassertropfen, die durch ihre Schwere zur Erde fallen. Durch den Niederschlag wird die Luft wieder sauberer.
Ein Teil des Wassers versickert in der Erde und fließt in das Grundwasser. Ein anderer Teil wird als Oberflächenwasser direkt in den Kanal oder in die Bäche und Flüsse abgeleitet.
Das Wasser der Flüsse fließt in das Meer.
Der Wasserkreislauf ist geschlossen

Wohin fließt oder versickert das Regenwasser?
Bei Regen versickert ein Teil des Wassers im Boden und wird zu Grundwasser. Ein anderer Teil fließt auf der Oberfläche ab.
Wieviel Wasser abfließt und wieviel versickert, hängt von mehreren Faktoren ab:
• Bewuchs
In der freien Natur fällt der Regen zunächst auf Pflanzen. Vor allem zu Beginn
eines Regens dringt kein Wasser durch das Blätter- oder Nadeldach der Bäume.
Erst wenn mehr Regen fällt als auf den Pflanzen haften bleibt, beginnt es zu
tropfen und nach und nach erreicht der Regen den Boden.
Die Pflanzen können in einer Wiese zwei, im Wald bis zu fünf Liter Wasser pro
Quadratmeter auf ihren Oberflächen festhalten. Nach dem Regen verdunstet
dieses Wasser größtenteils wieder.
Der Bewuchs speichert Wasser und verbessert die Wasserdurchlässigkeit der
Bodenoberfläche, weil er mit seinen Wurzeln den Boden durchzieht. So kann
Wasser schneller einsickern.
• Gelände
Wasser, das im Boden versickert, bewegt sich nur langsam nach unten. Wenn
es für längere Zeit intensiv regnet, trifft mehr Wasser auf die Erdoberfläche auf,
als nach unten versickern kann. Es kommt zum „Stau“. Auf der Oberfläche
sammelt sich dann das Wasser in Mulden und Furchen oder fließt ab.
• Boden
Der Boden ist ein ausgezeichneter Wasserspeicher. Ausschlaggebend für die
Speichereigenschaften sind die Hohlräume im Boden. Ihre Größe und Form ist
abhängig von Humusgehalt, Bodenart, Bodenmächtigkeit und Bodendichte. Erst
wenn die Hohlräume im Boden mit Wasser gefüllt sind, kann der Boden kein
Wasser mehr aufnehmen – dann fließt es an der Oberfläche ab.
• Versiegelung
Von verdichteten, befestigten (also asphaltierten oder gepflasterten) und
bebauten Flächen fließt nahezu alles Wasser unmittelbar ab, das heißt es landet
in der Regel in einem Kanal und wird einem Bach oder Fluss zugeleitet. Es
versickert nichts in den Boden.

Das könnte dich auch interessieren …